Swinging Hamburg - Die Webseite aus der Jazzhauptstadt Hamburg

Mein Weg zum Jazz (Teil 08) - Mit Teekisten-Baß in die Skiffle-Epoche

Heinrich Winckelmann


Da ich nicht wußte, wie ich mich dem Spielen von Jazz nähern sollte, näherte ich mich erst einmal der Skiffle-Musik. Der wunderbare Trompeter Ken Colyer von der Chris Barber Jazzband hatte ja eine traumhafte Skifflegroup, mit der er die alten Titel wie "Down by the Riverside" so wunderbar spielt. Lonny Donnegan spielte hier das Banjo.

Ich ging bereits auf Albrecht-Thaer-Gymnasium (vor dem Holstentor). Das war damals der nicht sehr ansehnliche graue Kasten zwischen Karl-Muck-Platz und der Feldstraße. Die ersten Versuche fanden dann auf einer Klassenreise nach München statt. Mit den Schulkameraden Jörn Brand auf dem Framus-Banjo und Jochen Pietraß auf der Gitarre skiffelten wir am Rot-Kreuz-Platz abends fröhlich vor uns hin. Ich hatte von meinem Schwager Jürgen Krüger eine Schlaggitarre übernommen, die dieser sich für das Erlernen der Spielkunst auf derselben erworben hatte. Gut war sie nicht. Ihr Korpus aus Sperrholz aber recht solide.

Für die zu gründende Skiffle-Group suchte ich mich Klassenkameraden aus. Da ging Horst Sporleder an den Teekisten-Bass. Drama über Drama, zuerst einmal eine geeignete Teekisten zu finden, um dann mit Besenstiel und Band eine Art Zupf-Bass zu bauen. Diesem entlockte Horst anschließend mit sich steigender beachtlicher Trefferquote seine tiefen Töne. Für das Waschbrett begeisterte ich Hartwig Voß, einen Mitschüler, der über gefürchtete Körperkräfte verfügte, demzufolge auch bei der Verteidigung der Group von großem Nutzen sein konnte. Ich entsinne mich vage einer Schlägerei auf den Landungsbrücken, wo er sich beherzt mit einem Seemann anlegte, der mit uns Stunk machen wollte.

Ich selbst spielte Tenor-Banjo, hatte auch bereits ein etwas besseres Instrument, wobei mir heute unklar ist, wie ich das finanzierte. Hatte Henry doch die DM 75,- Klampfe finanziert? Und ich mit dem Parkuhren-Verdienst etwas Besseres kaufen können? An der Gitarre saß Karl-Friedrich Stöhr, mit dessen Schwester Jutta der Horst Sporleder herumtechtelmechtelte, immer vorgebend, daß sie ihn kaum interessiere. Wer hätte damals gedacht, daß Horst nach einem Jahrzehnt die Jutta Stöhr zum Traualtar führen würde, um mit ihr anschließend die Söhne Ole und Folke zu zeugen. Mich versuchte man mit Juttas Freundin Anke Fuchs aus Fuhlsbüttel zu beschäftigen, was mir wenig zusagte, war Anke doch nicht mein Typ.

(zuletzt aktualisiert: 24.12.1998 - 4226 mal aufgerufen)

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